Samstag, 18. November 2017

Ruhiges Verweilen und besondere Einsicht in Balance bringen

Ruhiges Verweilen und besondere Einsicht in Balance bringen
Die Entwicklung von meditativer Stabilität alleine wird die Wahrnehmung von inhärenter Existenz nicht zerstören. Die Leid bringenden Emotionen können zurückkommen und alle möglichen Störungen bringen.
Die Meditation des ruhigen Verweilens kann nur die Leid bringenden Emotionen unterdrücken, aber nicht vollständig beseitigen. Ich brauche Selbsterkenntnis und Weisheit, damit ich die Leid bringenden Emotionen und die sich daraus entwickelnden Schwierigkeiten und Verstrickungen vollständig auflösen kann. Stabilisierende Meditation und analytische Meditation müssen Hand in Hand arbeiten. Arbeiten die stabilisierende und analytische Meditation so zusammen, dann können die problematischen Gefühle entwurzelt und jegliche Begrenzung für meine Intelligenz entfernt werden. Auf diese Weise kann ich mein letztendliches Ziel, anderen Lebewesen zu helfen, wirkungsvoller erreichen.
Große Klarheit und Stabilität, die in der Meditation des ruhigen Verweilens erlangt wird, ebnet den Weg dafür, dass meine Untersuchungen in der Meditation der besonderen Einsicht besonders kraftvolle Einblicke in die Leerheit von inhärenter Existenz ermöglichen. Wenn ich die Leerheit der Phänomene, die zu destruktiven Emotionen führen, von mir selbst, von anderen Lebewesen und Dingen, direkt erkenne, dann können Schwierigkeiten und Probleme direkt an der Wurzel überwunden werden.
Die Meditation des ruhigen Verweilens mit der Meditation der besonderen Einsicht zusammenzuführen, muss ich zwischen der eins gerichteten Meditation und der analytischen Meditation hin und her wechseln, um beide miteinander in Einklang zu bringen. Zuviel Analyse wird der Aufgeregtheit Vorschub leisten und lässt den Geist etwas instabil werden. Aber zu viel Stabilität führt dazu, dass ich keinen Ansporn mehr verspüre, die analytische Meditation durchzuführen.
Wenn ich lediglich analytische Meditation ausführe, dann wird das ruhige Verweilen, das ich zuvor entwickelt habe, schlechter werden. Nachdem ich einmal das Pferd des ruhigen Verweilens bestiegen habe, sollte ich in der analytischen Meditation verweilen, und diese in regelmäßigen Abständen mit der stabilisierenden Meditation abwechseln.



Freitag, 17. November 2017

Diese Einsicht ausweiten auf das, was ich besitze

Diese Einsicht ausweiten auf das, was ich besitze
Ich wende die Art und Weise, wie ich die falsche Wahrnehmung von mir selbst selbst erkannt habe, geistig auf alle Phänomene an.
Ich wiederhole kurz: Gäbe es ein konkretes und inhärentes „Ich“, dann müsste dieses „Ich“ entweder eins mit dem Geist/Körper sein oder davon verschiedene. Da beide dieser Möglichkeiten zu logischen Trugschlüssen führen, muss ich daraus den Schluss ziehen, dass ein solches konkretes „Ich“ in Wirklichkeit gar nicht existiert.
Habe ich einmal verstanden, dass es kein inhärentes „Ich“ gibt, dann ist es einfach zu erkennen, dass ein Gefühl von inhärent existentem Eigentum irrtümlich ist. Geist und Körper sind Objekte, die vom „Ich“ benutzt werden, denn das „Ich“ ist wie eine Eigentümerin, der Körper und Geist gehören. So sage ich manchmal: „Mein Körper ist heute ein bisschen angeschlagen.“ Oder: „Heute ist mein Körper in guter Verfassung.“ Aber solche Aussagen sind berechtigt und gültig, selbst wenn ich nicht denke:“Das bin ich,“ wenn ich meinen schmerzenden Arm betrachte, so denke ich bestimmt: „Ich habe Schmerzen, und es geht mir nicht gut“, wenn mein Arm schmerzt. Und dennoch ist es klar, dass das „Ich“ und der Körper voneinander verschieden sind. Der Körper gehört dem „Ich“.
Auf vergleichbare Weise spreche ich von „meinem Geist“, und ich kann sagen: „Mein Gedächtnis ist so vergesslich geworden, mit mir stimmt irgendetwas nicht.“ Ich bin der Trainer meines Geistes und versuche, ihn dazu zu bringen und zu tun, was ich möchte.
So gehören Körper und Geist dem „Ich“ und das „Ich“ ist ihr Besitzer. Es ist unbestreitbar, dass Körper, Geist und „Ich“ ihre Funktionen erfüllen, gibt es kein unabhängiges „Ich“, das von Körper und Geist verschieden ist und diese besitzt. Meine Augen, Ohren und so weiter sind Dinge, die ich als „meins“ betrachte, auch wenn sie nicht auf die Art und Weise existieren, in der sie so deutlich und kraftvoll meinen Geist erscheinen, als ob sie ein inhärent existentes„Ich“ besäße.
Der Buddha, der einzig und allein zum Wohle der Wesen lehrt, sagt: „dass alle Lebewesen aus dem falschen Verständnis von „Ich“ entstanden sind und von der begrifflichen Vorstellung von „meinem“ eingehüllt werden.
Habe ich erkannt, dass das Selbst nicht inhärent existiert, so kann „meins“ auch nicht inhärent existieren.
Innere Phänomene wie mein Geist oder mein Körper gehören mir und sind daher „meins“.
Äußere Phänomene wie meine Kleidung oder mein Auto sind ebenfalls „meins“.
Existiert mein „Ich“ nicht inhärent, dann kann das, was „meines“ ist, auch nicht inhärent existieren.







Donnerstag, 16. November 2017

Ich lasse in meinen Anstrengungen nicht nach

Ich lasse in meinen Anstrengungen nicht nach
Wenn ich meinen Körper und meinen Geist betrachte und deren Entscheidungen nicht länger für wahr halte, dann ist das ein Hinweis dafür, dass die Abwesenheit der konkreten und soliden Existenz des „Ich“ einen Eindruck in mir hinterlassen hat. Die Freiheit von inhärenter Existenz, die ich in meinen meditativen Untersuchungen entdeckt habe, hat dann einen tiefen Eindruck in mir hinterlassen, und ich investiere nicht mehr soviel Zuversicht und Vertrauen in die übertriebene Erscheinungsweise meines Körpers und Geistes.
Dieser Schwund an Vertrauen in die Wirklichkeit der Erscheinungen ist ein Zeichen für den Erfolg und kann durch stetige Meditation immer mehr verstärkt werden. Das ist der Prozess, wie ich der Selbsterkenntnis immer näher kommen und mich so sehen kann, wie ich wirklich bin.
Erkenntnis der Leerheit ist nicht einfach, aber wenn ich weiter daran arbeite und damit fortfahre zu untersuchen und zu analysieren, wird sich die Erkenntnis mit Sicherheit entwickeln. Sie werden verstehen, was es bedeutet, nach inhärenter Existenz zu suchen, sie aber nicht zu finden, und was es bedeutet, nach etwas, das man sich lebendig und stark vorstellt, zu suchen und nicht zu finden. Diese Nichtauffindbarkeit erscheint meinem Geist als Leerheit, erst ganz schwach und dann mit größter Klarheit. Obwohl anfängliche Einsichten nicht die tiefgründigsten sind, werden die Einsichten tiefer und tiefer werden, wenn ich diesen Prozess weiterführe.
Durch ein anfängliches Gefühl für die Leerheit werde ich ein besseres Gespür dafür bekommen, was Unwissenheit ist, das wiederum wird zu einer besseren und deutlicheren Erfahrung der Leerheit führen. Dies wird wiederum mein Erkennen der Unwissenheit und dessen, was verneint wird, verbessern. Dieses Identifizieren wird die Wucht der logischen Beweisführungen, die ich immer wieder anwende, vertiefen, zu mehr und mehr Verständnis führen und meinen Glauben in das, was übertrieben ist, den Boden entziehen. So kann ich Schwierigkeiten und Probleme lösen.




Mittwoch, 15. November 2017

Ich brauche Beharrlichkeit

Ich brauche Beharrlichkeit
Es geht darum, sich zu einer tieferen Ebene durchzuarbeiten. Ich muss lernen, ein subtileres Empfinden davon, wie dieses „Ich“ erscheint, zu entwickeln und dann logisches Denken heranzuziehen, um zu erkennen, ob das, was erscheint, dem Licht logischer Untersuchungen standhalten kann. Zwischen diesen beiden, dem immer feineren Wahrnehmen des „Ich und den logischen Untersuchungen, muss ich dann hin und herwechseln. Mithilfe dieses Prozesses werde ich nach und nach mein Verständnis davon vertiefen, was ein übertriebenes Gefühl des „selbst“ ist, wie auch von der Instabilität seines Fundamentes.
So wie es in den buddhistischen Schriften beschrieben wird, werde ich beginnen, anhand eigener Erfahrungen einen Unterschied zwischen Existenz und inhärenter Existenz zu machen. Diese großartigen Texte fordern mich dazu heraus, sowohl das eine Extrem zu vermeiden, nämlich die Beschaffenheit von Personen und Dingen zu übertreiben, als auch das andere Extrem, nämlich anzunehmen, dass Personen und Dinge überhaupt nicht existieren. Personen und Dinge existieren, daran besteht kein Zweifel. Die Frage ist, wie sie existieren?
Wenn ich zum Verständnis fortgeschritten bin, dass Personen und Dinge im Licht genauer Untersuchungen nicht gefunden werden können, und ich bin mir bewusst, dass Personen und Dinge in der Tat aber existieren, dann spüre ich möglicherweise die Wucht der Aussage, dass Personen und Dinge durch die Kraft der Gedanken existieren. Das wiederum wird mich dazu anspornen, noch weiter zu gehen und darüber nachzudenken, wie Menschen und Objekte meinem Geist erscheinen. Mein Vertrauen in das Gute und in die Schlechtigkeit dieser Erscheinungen, die ich zuvor automatisch akzeptierte und als den Menschen und Dingen innewohnend zugeschrieben habe, wird untergraben. Ich fange an, wahrzunehmen, wie ich den Erscheinungen von Menschen und Dingen meine Zustimmung gebe, und wie ich normalerweise daran festhalte.
Die Meditation ist eine lange Reise und nicht eine einzelne Einsicht oder mehrere Einsichten. Mit dem Vorbeifließen der Tage, Wochen, Monate und Jahre wird meine Meditation immer tiefgründiger werden. Ich fahre fort zu lesen, nachzudenken und zu meditieren.
Ich gehe nochmals die vier Schritte der logischen Untersuchung durch, wie sie beschrieben sind.
Wenn das Gefühl, dass das „Ich“ aus sich selbst heraus besteht, auseinanderfällt und sich im Leeren auflöst, dann wechsle ich in meiner Betrachtung zu einem Körperteil, wie zu meinem Arm.
Beobachte ich, ob sich mein Gefühl, dass mein Arm inhärent existiert, aufgrund meiner vorangegangene Untersuchung, sofort auflöst oder nicht.
Wenn ich die vorangegangene Untersuchung nicht sofort auf meinem Arm anwenden kann, dann ist mein Verständnis noch immer auf der gröberen Ebene.




Dienstag, 14. November 2017

Wie ich den Unterschied zwischen grobem und subtilem falschen Verständnis erkennen kann

Wie ich den Unterschied zwischen grobem und subtilem falschen Verständnis erkennen kann
Eine mögliche Ursache dafür, die Erkenntnis der Leerheit des „Ich“ nicht auf andere Phänomene übertragen zu können, könnte darin liegen, dass meine anfängliche Identifikation mit einem „Ich“, das unabhängig und aus sich selbst heraus besteht, im Kontext einer eklatanten Übertreibung von mir selbst stattgefunden hat. Und darauf habe ich dann mit Begierde, Hass oder einer starken Abwehrreaktion oder dergleichen reagiert. Eine solche grobe Identifikation konnte es so erscheinen lassen, als ob unter gewöhnlichen Umständen mein Gefühl von „Ich“ nicht mit der Erscheinung eines unabhängigen und aus sich selbst bestehenden „Ich“ vermischt ist. Aber tatsächlich ist es das, wenn auch auf einer subtileren Ebene. Das ist der Grund, warum die ursprüngliche Erkenntnis, obwohl auch hilfreich, keine so große Kraft hat. Auf diesen Punkt möchte ich etwas näher eingehen, habt daher Geduld mit mir.
Zuerst muss ich mich über folgende spannende Frage Gedanken machen: Wenn eine Person weder Körper noch Geist ist, und auch nicht eine Kombination dieser beiden, und auch nicht völlig verschieden davon, was sehe ich dann, wenn ich das „Ich“ betrachte? Und die buddhistischen Schriften sagen mir, dass das, was ich wahrnehme, ein „Ich“ oder eine Person ist, das oder die in Abhängigkeit von anderen Bedingungen entstanden ist. Ich richte meine Aufmerksamkeit auf das „Ich“, obwohl ich es nicht richtig verstehe, welches die Buddhisten das „bloße Ich“ nennen. Da diese Fehlkonstruktion von Geist und Körper als inhärent existent so schnell meinem falschen Verständnis des „Ich“ vorausgeht, kann es so erscheinen, als ob das, dem ich meine Aufmerksamkeit schenke, wenn ich das „Ich“ betrachte, Geist und Körper sind, in Wirklichkeit aber selbst das „Ich“ sind.
Dennoch ist es eine Tatsache, dass alles, was meinem Geist, ob meinem geistigen Bewusstsein oder meinen Sinneswahrnehmungen erscheint, mit einer Übersteigerung von dessen Beschaffenheit vermischt ist. Alle äußeren und inneren Objekte, die meinem Geist erscheinen, einschließlich des Ich, sind vermengt mit einem Gefühl, dass das wahrgenommene Objekt aus sich selbst heraus besteht. Daher sind alle meine Bewusstseinsarten in Bezug auf das, was ihnen erscheint und von ihnen wahrgenommen wird, fehlerhaft, selbst wenn ein bestimmte Wahrnehmung richtig ist: Wenn zum Beispiel ein blaues Objekt als blau wahrgenommen wird, oder wenn ich eine Tür als Tür erkenne. Ein solches Bewusstsein ist richtig in Bezug darauf, dass ich das Objekt aufgrund meiner eigenen Neigungen und Veranlagungen so wahrnehme, dass ich es mit einer Schicht von inhärenter Existenz überlagern.
Wenn ich dabei in der Meditation die Erscheinung von mir selbst, wie sie ist, akzeptiere, und ich dann damit fortfahre, ein hinzugefügtes Gefühl von inhärenter Existenz zu widerlegen, dann habe ich bereits ein Paradebeispiel für inhärente Existenz übersehen, die ich gerade widerlegen will. Ja, ich existiere, daran besteht kein Zweifel. Aber dieses mein“Ich“ existiert nicht auf die Art und Weise, wie es meinem Geist erscheint. Das ist der Grund, dass inhärente Existenz in Bezug auf das allererste „Ich“, das mir üblicherweise erscheint, widerlegt werden muss.
Dieses „Ich“ existiert nicht. Habe ich dies erkannt, dann setze ich in meiner Arbeit an der grundlegenden irrtümlichen Annahme an und wirken mir entgegen. Wenn ich dieses „Ich“ so belasse, als ob es existiert, und dann mit meinen Untersuchungen fortfahre, werde ich nicht an die Wurzeln des Problems heran kommen. Denn das „bloße Ich“, das nicht inhärent existente „Ich“, und inhärent existente „Ich“ sind momentan noch miteinander vermischt. Daher muss ich bedenken, dass das „Ich“, dem ich meine Aufmerksamkeit schenke, nicht so existiert, wie es erscheint. Wenn ich aber dieses „Ich“ als wirklich akzeptiere und dann zu beweisen suche, dass dieses „Ich“ letzten Endes nicht existiert, werde ich die Beschaffenheit seiner Leerheit falsch verstehen.

Montag, 13. November 2017

Meine Erkenntnis überprüfen

Meine Erkenntnis überprüfen
So wie ich durch falsches Essen zu Schaden komme, so kann ich durch richtiges Essen ein langes Leben, Freiheit von Krankheiten, Stärke und Freuden erlangen, genauso kann ich durch falsches Verständnis zu Schaden kommen, aber durch richtiges Verständnis erlange ich Glück und Erleuchtung.
Nachdem ich nach einem in mir selbst inhärent existenten „Ich“ gesucht habe, mache ich schließlich die Erfahrung der Nichtauffindbarkeit dieses „Ich“. Handelt es sich hierbei bereits um die Leerheit von inhärenter Existenz oder um etwas Gröberes? Es gibt zwei Ebenen dieser Erfahrung der Leerheit von inhärenter Existenz des „Ich“.
Die gröbere Ebene nenne ich „eine Person“ ist nicht substanziell existent in dem Sinne, dass sie selbstständig und unabhängig ist, und die subtilere Ebene nenne ich „eine Person ist nicht inhärent existent“. Es ist möglich, dass ich die subtilere Leerheit verstanden habe, obwohl ich in der Wirklichkeit nur die gröbere Leerheit verstanden habe.
Beide Arten der Erkenntnis der Leerheit sind von Nutzen, und ein Verständnis der gröberen Ebene wird sicherlich helfen, die subtilere Ebene zu verstehe. Doch ist es wichtig, diese beiden nicht zu verwechseln.
Damit ich den Unterschied erkennen kann, folge ich zuerst den logischen Gedankengängen, die zusammengefasst wurden. Wenn mein anfängliches Gefühl, dass das „Ich“ aus sich selbst errichtet ist, auseinanderfällt und sich in meiner geistigen Wahrnehmung wie in einem Vakuum auflöst, dann wechsle ich das Thema meiner Untersuchungen vom „Ich“ zu meinem Körper, oder zu einem Teil meines Körpers, wie zu meinem Arm.
Wenn mein Gefühl, dass mein Körper oder Arm in und aus sich selbst heraus besteht, sich sofort auflöst, und die Abwesenheit eines solchen Status meinem Geist erscheint, dann ist das ein Zeichen dafür, dass mein Verständnis der Leerheit des „Ich“ auf der subtileren Ebene anzusiedeln ist. Wenn ich jedoch die Kraft der vorangegangenen logischen Gedankengänge nicht sofort auf meinen Körper oder meinen Arm anwenden kann, das ist ein Hinweis darauf, dass mein Verständnis der Leerheit des „Ich“ noch nicht so tief ist und daher auf der größeren Ebene anzusiedeln ist.
Falls bei diesem anderen betrachteten Phänomen, wie bei einem Arm, ein Gefühl der konkreten Existenz zurück bleibt, dann waren meine vorangegangenen Untersuchungen in Bezug auf das „Ich“ nicht so tiefgreifend wie es vielleicht den Anschein hatte.
Solange Geist und Körper falsch verstanden werden, solange wird das falsche Verständnis des „Ich“ existieren.



Sonntag, 12. November 2017

Ich führe wiederholt die vier Schritte zur Erkenntnis durch

Ich führe wiederholt die vier Schritte zur Erkenntnis durch
Ich kreise das Ziel meiner Untersuchung ein: Die Erscheinung des „Ich“ als ob es in und aus sich selbst heraus begründet wäre.
Ich lege fest, dass das „Ich“, wenn es so existiert, wie es erscheint, entweder eins mit dem Geist und Körper oder aber davon verschieden sein müsste.
Betrachte ich eingehend die Probleme, die auftreten würden, wenn das „Ich“ und das Geist-Körper-Gefüge ein und dasselbe wären.
Das „Ich“ und der Geist/Körper müssten vollständig und in jeder Hinsicht eins sein.
In diesem falle wäre es sinnlos, von einem „Ich“ zu sprechen.
Es wäre unmöglich, von „meinem „Körper“ oder „meinem Kopf“ oder „meinem Geist“ zu sprechen.
Wenn Geist und Körper nicht mehr existieren, würde das Selbst auch nicht mehr existieren.
Da Geist und Körper mehr als eins sind, müssten die „Ichs“ einer Person auch nur eines sein.
Genauso wie der Geist und der Körper entstehen und wieder vergehen, würde das „Ich“ inhärent entstehen und inhärent vergehen. In diesem Falle würden weder die angenehmen Auswirkungen von heilsamen Handlungen noch die schmerzhaften Auswirkungen von nicht heilsamen Handlungen in mir zur Reife gelangen, oder aber ich würde die Wirkungen von Handlungen erfahren, die ich selber gar nicht begangen habe.
Betrachte ich eingehend die Probleme, die auftauchen würden, wenn das „Ich“ und das Geist-Körper-Gefüge inhärent voneinander verschieden wären:
Das „Ich“ und der geist/Körper müssten vollständig voneinander verschieden sein. In diesem Falle müssten das „Ich“ auffindbar sein, nachdem Geist und Körper beiseite geräumt wurden.
Das „Ich“ würde nicht die Eigenschaften des Entstehens, des Bestehens und des Vergehens aufwiesen, was absurd wäre.
Das „Ich“ würde nur eine reine Einbildung sein oder aber unvergänglich, was beides unsinnig ist.
Das „Ich“ würde widersinnigerweise keinerlei geistige oder Physische Eigenschaften aufweisen.