Donnerstag, 29. September 2016

Geist-Bewusstsein

Verse über das sechste Bewusstsein
Geist-Bewusstsein
Ich kann das sechste Bewusstsein sehr leicht beobachten, wenn es in den drei Naturen, den drei Modi der Wahrnehmung und den drei Objektarten der Wahrnehmung operiert, und es sich in den drei Bereichen bewegt. Dieses Bewusstsein arbeitet mit allen einundfünfzig geistigen Gebilden, ob von unheilsamer oder heilsamer Natur hängt von Zeit und Gelegenheit ab.
Bezogen auf das sechste Bewusstsein befinden sich die drei Naturen, die drei Bereiche und die drei Gefühle in ständiger Transformation also in einem fortwährenden Wandel. Einbezogen sind darin, die sechs grundlegenden unheilsamen geistigen Gebilde und die elf heilsamen geistigen Gebilde – wie Vertrauen und so weiter -. Das sechste Bewusstsein konstituiert hauptsächlich die dynamische Kraft für Sprache und Handlung, welche künftige Reifung im Generellen sowie im Besonderen bestimmt wird.
Selbst wenn ein Praktizierender mit seinem Bodhisattva-Anfängergeist das Land der Freude betritt, so liegt die ihm innen wohnende Anhaftung an ein Selbst noch schlafend in den Tiefen des Bewusstseins. Erreicht er das Siebte Land, das Weit-Reichende Land genannt wird, dann wird dieses Bewusstsein von Undichtigkeiten frei sein. Zu dieser Zeit wird das sechste Bewusstsein zur Weisheit der Wundervollen Kontemplation und erleuchtet den gesamtem Kosmos.

Mittwoch, 28. September 2016

Sinnes Bewusstsein

Verse über die Charakteristika der acht Bewusstseinsformen
Verse über die ersten fünf Formen des Bewusstseins
Sinnes-Bewusstsein
Die Sphäre der Natur ist das Objekt der ersten Formen des Bewusstseins, und der Modus ihrer Wahrnehmung ist direkt, denn die Natur kann heilsam, nicht heilsam oder neutral sein.Das Sehbewusstsein, das Hörbewusstsein und das Tastbewusstsein wirken im zweiten Land. Die fünf Formen des Sinnes-Bewusstsein arbeiten mit den fünf Universellen, den Fünf Speziellen, den elf heilsamen geistigen Gebilden, den zwei mittleren sekundären Unheilsamen – die Abwesenheit der inneren Scham, die Anwesenheit der Scham von anderen - , den acht größeren, sekundären, unheilsamen geistigen Gebilden und mit Gier, Hass und Verwirrung.
Alle fünf Formen des Bewusstseins operieren auf der Grundlage der Reinen Sinnesorgane, abhängig von neun, acht oder sieben Bedingungen. Sie beobachten die Welt des Staubs, zwei von ihnen aus der Distanz, drei in direktem Kontakt. Ahnungslos Menschen finden es schwierig, zwischen Sinnesorgan und Bewusstsein zu unterscheiden.
Dank der Später Erworbenen Weisheit können die fünf Formen des Bewusstseins Leerheit in ihren manifestierten Formen betrachtet werden. Denn die fünf Formen des Bewusstseins selbst sind nach der Erleuchtung nicht imstande, aus sich selbst heraus die wahre Leerheit zu berühren. Ist die achte Form des Bewusstseins in die Große Spiegel gleiche Weisheit verwandelt, dann können die fünf Formen des Bewusstseins den Zustand der Nicht-Dichtigkeit erreichen. Daraufhin sind die drei Arten der Manifestationskörper da, um mir zu helfen, den Kreislauf des Leidens in dieser Welt zu beenden.


Dienstag, 27. September 2016

Die Übung der Tiefenentspannung

Die Übung der Tiefenentspannung
Ich lege mich auf den Rücken, die Arme sind seitlich am Körper, und ich mache es mir bequem.Ich bin mir des Bodens unter mir gewahr, und ich stelle den Kontakt zwischen Körper und Boden her, und lasse meinen Körper in den Boden sinken.
Ich werde mir meines Atems bewusst, wie ich ein- und ausatme. Ich nehme meine Bauchdecke wahr, die sich beim Ein- und Ausatmen hebt und senkt. Beim Einatmen wende ich meine Aufmerksamkeit den Augen zu, und beim Ausatmen entspanne ich meine Augen. Ich lasse meine Augen zurück in den Körper sinken, und ich lasse die Spannungen in den kleinen Muskeln im Augenbereich los, und meine Augen erlauben es mir, denn ich sehe ein Paradies der Formen und Farben, und ich lasse die Augen zur Ruhe kommen, und ich sende meinen Augen Liebe und Dankbarkeit.
Atme ich ein, so bringe ich meine Aufmerksamkeit zum Mund. Atme ich aus, so entspanne ich meinen Mund. Und lasse ich die Spannung um meinen Mund los, denn die Lippen sind die Blüten einer Blume, und ich lasse ein Lächeln auf meinen Lippen erblühen, und das Lächeln löst die Spannung der Gesichtsmuskeln auf, und ich spüre, wie sich die Spannung in meinen Wangen auflöst , sowie in meinen Kiefer und in meiner Kehle.
Ich atme ein und werde meiner Arme gewahr, und atme aus und entspann meine Arme, und ich lasse meine Arme in den Boden sinken sowie die Oberarme, die Ellbogen, die Unterarme, die Handgelenke, die Hände, die Finger und die winzigen Muskeln, so bewge ich meine Finger ein wenig, um die Muskeln besser zu entspannen.
Atme ich ein, dann bringe ich meine Aufmerksamkeit zu meinem Herzen, und wenn ich ausatme, dann entspanne ich mein Herz. Aber lasse ich mir Zeit, dann habe ich mein Herz vernachlässigt durch die Art wie ich arbeite, esse und mit der Angst und dem Stress umgehe, denn das Herz schlägt für mich Tag und Nacht, und so umarme ich mein Herz mit Achtsamkeit und Sanftheit, versöhne mich mit meinem Herzen, und ich trag Sorge für mein Herz.
Ich atme ein, und bringe so meine Aufmerksamkeit zu meinen Beinen. Ich entspann meine Beine, indem ich ausatme, und so löse ich alle Spannungen in meinen Beinen auf sowie in meinen Oberschenkeln, in meinen Knien, in meinen Unterschenkeln, in meinen Waden, in meinen Knöcheln, in meinen Füssen, in meinen Zehen und in all den winzigen Muskeln in den Zehen. Ich bewege die Zehen ein wenig, um ihnen zu helfen, sich zu entspannen, und ich sende meinen Zehen meine Liebe und meine Fürsorge.
Beim Ein- und Ausatmen fühlt sich mein Körper leicht wie Seegras auf dem Wasser, und ich muss nirgends hingehen, nichts tun, und ich bin frei wie die Wolke am Himmel.
Ich bringe meine Aufmerksamkeit zurück zu meinem Atem und zu meiner Bauchdecke, die sich hebt und senkt.
Folge ich meinem Atem, so werde ich meine Arme und meine Beine bewusst, denn ich kann meine Beine bewegen und strecken.
Wenn ich bereit bin, dann stehe ich auf, und so wird bei dieser Übung die Aufmerksamkeit zu jedem Teil meines Körpers gelenkt: zu meinem Haar, zu meinem Schädel, zu meinem Gehirn, zu meinen Ohren, zu meinem Hals, zu meinen Lungen, zu jedem meiner inneren Organe, zu meinem Verdauungssystem, zu meinem Becken, zu jedem Teil meines Körpers, zu meiner Heilung und zu allem, was Aufmerksamkeit benötigt oder braucht.
Ich umfasse und umarme jedes Körperteil, und ich sende Liebe, Dankbarkeit und Fürsorge, wenn ich meine Aufmerksamkeit halte und ein- und ausatme.


Montag, 26. September 2016

Tiefenentspannung

Tiefenentspannung
Eine Voraussetzung für die Heilung ist das Ausruhen. Wenn sich ein Tier im Wald verletzt, dann sucht es sich einen Platz, wo es sich niederlegen kann, und dort ruht sich das Tier tagelang aus. Es ist nicht an Futter oder anderem interessiert, sondern es ruht nur und erfährt so seine Heilung, die es braucht. Der Mensch, der zu sehr gestresst ist, der geht in die Apotheke und kauft sich Pillen, aber mit seinem Tun hört der Mensch nicht auf, denn der Mensch weiß nicht, wie er sich selbst helfen kann.
Denn Stress sammelt sich in unserem Körper, denn die Art, wie sich esse, trinke und lebe , das wirkt sich auf mein Wohlergehen aus. Tiefenentspannung gibt meinem Körper die Möglichkeit sich auszuruhen, zu heilen und sich zu zu stärken. Ich entspanne meinen Körper, schenke jedem Teil meine Aufmerksamkeit und sende dann jeder Zelle meines Körpers meine Liebe und meine Fürsorge.
Zu Hause kann ich mindestens einmal am Tag achtsames Atmen und totale Entspannung praktizieren, das kann einige Minuten aber auch länger dauern. Wenn ich Kunst des achtsamen Atmens und der totalen Entspannung kenne, dann wird meine Fähigkeit, mich selbst zu heilen, gestärkt, und der Heilungsprozess wird sich beschleunigen. Denn Tiefenentspannung ist eine Praxis, und hat nichts mit Sektierern oder Religion zu tun, weil es Wissenschaft ist. Selbst eine Übungssitzung kann bereits gute Wirkung zeitigen, und das zeigt, dass es wichtig ist, die Tiefenentspannung zu praktizieren.
Habe ich Probleme damit, nicht ausreichend Schlaf zu finden, dann kann ich es durch Tiefenentspannung ausgleichen. Wenn ich wach im Bett liege, dann kann ich die Tiefenentspannung praktizieren, indem ich Ein- und Ausatme. So kann ich manchmal einschlafen, jedoch geschieht es nicht, denn die Übung ist gut, weil nährend ist und mir das Ruhen ermöglicht. Ich kann wunderschöne Musik oder schönen Gesang hören, und das kann auch sehr erholsam und nährend sein. Aber es ist wichtig für mich, dass ich mir selbst erlaube, zu ruhen.


Sonntag, 25. September 2016

Ich berühre die Erde und lasse die Vorstellung los,..

III
Ich berühre die Erde und lasse die Vorstellung los, ich sei dieser Körper und meine Lebensspanne sei begrenzt
Ich erkenne, dass dieser Körper, der aus den vier Elementen besteht, nicht wirklich ich ist, und dass ich nicht durch diesen Körper begrenzt bin. Denn ich bin ein Teil des Lebensstroms von spirituellen und leiblichen Vorfahren, der bereits seit Tausenden von Jahren in die Gegenwart und für eitere Tausende von Jahren in die Zukunft fließen wird.
Ich bin eins mit meinen Vorfahren, ich bin eins mit allen Menschen und allen Arten von Wesen, gleich, ob sie friedlich und furchtlos oder voller Leid und Angst sind. In diesem Augenblick bin ich überall auf der ganzen Welt anwesend, ich bin auch in der Vergangenheit und in der Zukunft anwesend.
Die Auflösung des Körpers berührt mich nicht, gerade so, wie das Herabfallen einer Pflaumenblüte nicht das Ende des Pflaumenbaums bedeutet.
Ich sehe mich als Welle auf der Oberfläche des Meeres, denn meine Natur ist das Wasser des Meeres. Ich erkenne mich wieder in allen anderen Wellen, und ich sehe all die anderen Wellen in mir. Das Erscheinen und Verschwinden der Form der Wellen macht dem Ozean nichts aus.
Mein Dharma-Körper und mein spirituelles Leben sind nicht Geburt und Tod unterworfen. Ich erkenne, dass ich bereits da war, bevor mein Körper sich manifestierte, und dass ich noch da sein werde, nachdem sich mein Körper aufgelöst hat. Selbst in diesem Augenblick erkenne ich, dass ich woanders existiere als nur in diesem Körper.
Siebzi oder achtzig Jahre sind nicht meine Lebensspanne. Meine Lebensspanne, wie auch die Lebensspanne eines Blattes oder eines Buddha, ist unbegrenzt. Ich habe die Vorstellung hinter mir gelassen, dass ich ein Körper bin, der in Raum und Zeit getrennt ist von allen anderen Formen des Lebens.

Samstag, 24. September 2016

Ich berühre die Erde und verbinde mich......

II
Ich berühre die Erde und verbinde mich mit allen Menschen und allen Arten von Lebewesen, die in diesem Augenblick auf dieser Welt mit mir zusammen lebendig sind.
Mit dem wundervollen Muster des Lebens, dass in allen Richtungen ausstrahlt, fühle ich mich eins. Die enge Verbundenheit zwischen mir und anderen erkenne ich und sehe, wie man gemeinsam Leid und Glück teilt. Doch ich bin auch eins mit denen, die behindert zur Welt kommen oder die im Krieg oder durch Unfall und Krankheit eine Behinderung erlitten haben, Und ich bin eins mit denen, die durch Krieg oder Unterdrückung in eine Zwangslage geraten sind. So bin ich auch eins mit denen, die in ihrem Familienleben unglücklich sind, die ohne Wurzeln sind und keinen Frieden im Geist finden. Ich bin auch eins mit denen, die nach Verständnis und Liebe hungern, die nach etwas Schönem, Heilem und Wahrem suchen, das sie umarmen und an sie glauben können. Ich bin jemand, der dem Tode nahe und voller Angst ist, der nicht weiß, was geschehen wird.
Ich bin ein Kind, das an einem Ort lebt, an dem größte Armut, Elend und Krankheit zu Hause sind, dessen Beine und Arme dürr wie Stöckchen sind und das keine Zukunft vor sich hat. Doch ich bin auch der Waffenfabrikant, der Bomben an die armen Länder verkauft.
Ich bin der Frosch, der im Teich schwimmt, und auch die Schlange, die sich vom Körper des Frosches ernähren muss. Ich bin die Raupe oder die Ameise, nach der der Vogel Ausschau hält. Ich bin der Wald, der gefällt wird, und ich bin der Fluss und die Luft, die verschmutzt werden, und ich bin auch der Mensch, der den Wald abholzt und die Flüsse und die Luft verschmutzt. Ich erkenne mich in allen Arten von Wesen, und ich erkenne alle Arten von Wesen in mir.
Denn ich bin eins mit den Großen Wesen, die die Wahrheit von Nicht-Geburt und Nicht-Tod erkannt haben, und die von daher die Formen von Geburt und Tod, Glück und Leid mit ruhigen Augen betrachten können. Ich bin eins mit den Menschen, von denen man überall welche finden kann, die einen friedvollen Geist haben, die über ausreichend Verstehen und Liebe verfügen und das berühren können, was wundervoll, nährend und heilend ist, und die auch fähig sind, die Welt mit einem liebevollen Herzen und hilfreichen Armen umfangen.
Ich bin jemand mit genügend Frieden, Freude und Freiheit und vermag den Lebewesen um mich herum, Furchtlosigkeit und Freude anzubieten, denn ich erkenne, dass ich nicht allein und abgeschnitten bin. Die Liebe und das Glück Großer Wesen auf diesem Planeten helfen mir, nicht in Verzweiflung zu versinken, weil sie mir helfen in sinnvoller Weise zu leben, in wahrem Frieden und Glück. Ich erkenne sie alle in mir, und ich sehe mich in ihnen allen.

Freitag, 23. September 2016

Die Drei Erdberührungen

Die Drei Erdberührungen
I.
Ich berühre die Erde und verbinde mich mit meinen Vorfahren und den Nachkommen meiner spirituellen und leiblichen Familie.
Buddha und die Edle Sang-ha gehören zu meinen spirituellen Vorfahren, denn sie sind in mir immer gegenwärtig, weil sie mir den Samen des Friedens, der Weisheit, der Liebe und des Glücks übertragen haben, und sie haben mir die Quelle des Verstehens und des Mitgefühls erweckt.
Betrachte ich meine spirituellen Vorfahren, so sehe ich die, die in der Praxis der Achtsamkeit-Übungen, des Verstehens und des Mitgefühls bereits perfekt sind, aber auch diejenigen, die darin nicht vollkommen sind. Aber ich akzeptiere alle, denn auch ich sehe in mir Schwierigkeiten und Schwächen. Doch ich bin mir bewusst, dass ich in der Praxis der Achtsamkeit-Übungen noch nicht vollkommen bin, und dass auch ich noch nicht so voller Verstehen und Mitgefühl bin, wie ich es gerne wäre, darum werde ich deshalb mein Herz öffnen und alle meine spirituellen Nachkommen akzeptieren.
Jedoch einige meiner Nachkommen praktizieren die Achtsamkeit-Übungen, Verstehen und Mitgefühl in einer Weise, die wirklich Vertrauen und Respekt verdient, jedoch gibt es auch solche, die viele Schwierigkeiten haben und ständig Hochs und Tiefs in ihrer Praxis erleben.
Und desgleichen akzeptiere ich in meiner Familie alle Vorfahren mütterlicher- und väterlicherseits, und ich erkenne all ihre guten Eigenschaften und ihre bedeutenden Leistungen an, genauso wie ihre Schwächen. So öffne ich mein Herz und akzeptiere alle meine leiblichen Nachkommen mit ihren guten Qualitäten, ihren Talenten und auch ihren Schwächen.
Mein spirituellen und meine leiblichen Vorfahren, meine spirituellen und leiblichen Nachkommen, sie alle sind ein Teil von mir, denn ich bin sie , und sie sind ich, weil ich kein getrenntes Selbst besitze, denn alles existiert als Teil eines wundervollen Lebensstroms, der ständig im Strom ist.